12. bis 14. Dezember 2017
Plenarsaal Bonn
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Peter Scherrer
Ralf Heppenstiehl

EBR-Richtlinie in Zeiten von Arbeit 4.0 - für eine zeitgemäße europäische Interessenvertretung

Dienstag, 12. Dezember, 10:45-11:30 Uhr

Peter Scherrer & Ralf Heppenstiehl
stellv. Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes & BR-Vorsitzender Outokumpu

Zum Fachforum:

Die Überarbeitung der europäischen EBR-Richtlinie ist seit 2016 überfällig, obwohl die Europäische Kommission bereits in 2015 mit den Vorarbeiten hierzu begonnen hat.

Der EGB hat Anfang 2017 ein Positionspapier entwickelt, mit dem er auf die europäischen Entscheidungsträge einwirkt, um endlich eine zeitgemäße EBR-Richtliche herbeizuführen.

In unserem Fachforum möchten wir über die Forderungen des EGB zur Weiterentwicklung der Richtlinie berichten und diese gemeinsam mit den Betriebsräten diskutieren. Dabei beleuchten wir die Bedürfnisse und Lösungsansätze für eine moderne EBR-Arbeit sowohl aus gewerkschaftlicher als auch aus betrieblicher Perspektive.

Wir freuen uns euch in unserem Fachforum begrüßen zu dürfen!

Zu den Referenten:

Beim EGB-Kongress 2015 wurde Peter Scherrer zum stellv. Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes gewählt.
Zuvor war er beim IG Metall-Vorstand zuständig für Industriepolitik, arbeitete drei Jahre lang als Arbeitsdirektor der Arcelor Mittal Bremen und war zwischen 2005 und 2011 Generalsekretär der Europäischen Metallarbeiterföderation.

Peter Scherrer wurde in Clarholz, Westfalen geboren. Bereits mir 14 Jahren begann er seine Ausbildung zum Metallbauer. Er arbeitete später als Schweißer, LKW-Fahrer und Postbote.
Während der 1980er-Jahre studierte er Geschichte, Sozialwissenschaften und Journalismus in Deutschen und Großbritannien. 1989 schloss er sein Studium an der Universität mit einem Master in Geschichte ab.

Seit 1990 war Scherrer für verschiedene Gewerkschaften und NGOs in Deutschland und auf dem Balkan tätig. Zwischen 1998 und 2002 war er Chefredakteur der Fachzeitschrift "South-East Europe Review of Labour and Social Affairs".

Ralf Heppenstiel, Jahrgang 1966, absolvierte eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker bei Krupp Südwestfalen in Dillenburg. Anschließend bildete er sich zum Industriemeister für Hüttentechnik (IHK) weiter und absolvierte ein weiterbildendes Studium "Management und Partizipation" an der Universität Dortmund.

2002 wurde Heppenstiel erstmals in den Betriebsrat der Krupp Südwestfalen gewählt. Seit 2003 ist er freigestellter Betriebsratsvorstizender und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat.
Von 2008 bis 2012 war Ralf Heppenstiel Vorsitzender des europäischen Betriebsrats bei thyssenkrupp sowie Vorsitzender des Konzern- und Gesamtbetriebsrats der Outokumpu Nirosta.
Seit 2014 ist Heppenstiel Vorsitzender des Europäischen Betriebsrats der Outokumpu.

Ralf Heppenstiel ist Mitglied des Ortsvorstandes der IG Metall Geschäftsstelle Herborn und Mitglied der Verhandlungskommission Eisen und Stahl NRW.

Zum EGB:

Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB, englisch ETUC für European Trade Union Confederation) wurde 1973 gegründet. Er vertritt 82 nationale Gewerkschaftsbünde aus 36 Ländernund 12 europäische Branchenverbände mit insgesamt 60 Millionen Mitgliedern.

Der EGB koordiniert 39 interregionale Gewerkschaftsräte mit grenzüberschreitender Zusammenarbeit, davon 14 mit deutscher Beteiligung.

Als Vertreter der europäischen ArbeitnehmerInnen ist der EGB direkt an den europäischen Gesetzgebungsverfahren beteiligt. Er kann mit den europäischen Arbeitgeberverbänden Vereinbarungen abschließen. Auf Beschluss des Rats und des Europäischen Parlaments können diese Rechtsstatus erlangen.

Der EGB hat wichtige Richtlinien zu Arbeitnehmerrechten mitformuliert, unter anderem zur Teilzeitarbeit und zum Elternurlaub.

www.etuc.org

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