12. bis 14. Dezember 2017
Plenarsaal Bonn
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Arno Georg
Dr. Peter Krauss-Hoffmann
Franziska Stiegler

Kein Stress mit dem Stress - Gesundheit und Beteiligung in Change-Prozessen

Arno Georg, Dr. Peter Krauss-Hoffmann & Franziska Stiegler
Sozialforschungsstelle der TU Dortmund; Bundesministerium für Arbeit und Soziales & BKK Dachverband e.V.

Zum Fachforum:

Veränderungsprozesse gehören heute zum Berufsalltag. Immer schneller und häufiger reagieren Unternehmen auf den Wandel des Marktes mit der Umgestaltung von Prozessen und Strukturen. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen diese Veränderungen als Belastung wahr.

Betriebliche Interessenvertretungen stehen im Rahmen von Veränderungsprozessen verstärkt vor der Aufgabe, die Sorgen und Ängste dieser Beschäftigten aufzufangen, ihre Perspektive einzunehmen und für gesunde Arbeitsbedingungen zu sorgen.

In ihrem Vortrag stellt Frau Stiegler, die in Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Forschungsbüro für Arbeit, Prävention und Politik entstandene Handlungshilfe „Kein Stress mit dem Stress – Gesundheit und Beteiligung in Change Prozessen“ vor. Die Handlungshilfe richtet sich direkt an die Mitarbeitervertretungen und hat den aktuellen Stand der Wissenschaft aufbereitet und in Handlungsempfehlungen für die betriebliche Praxis übersetzt.

Zu den ReferentInnen:

Arno Georg ist Sozialwissenschaftler und Koordinator des Forschungsbereiches „Arbeitspolitik und Gesundheit“ an der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund. Er leitet das Dortmunder Forschungsbüro für Arbeit, Politik und Prävention (DOFAPP).

Dr. Peter Krauss-Hoffmann ist Regierungsdirektor und Projektkoordinator "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt/ PsyGA" beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales Berlin/Bonn und Lehrbeauftragter an der Hochschule des Bundes in Brühl sowie am Fachbereich Sozialversicherung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg..

Franziska Stiegler ist Referentin für Gesundheitsförderung beim BKK Dachverband e.V.  und leitet seit 2016 das von der Initiative Neue Qualität der Arbeit geförderte Projekt „psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ (psyGA) .

Über das Projekt "psyschiche Gesundheit in der Arbeitswelt" (psyGA):

In den letzten Jahren sind sowohl die Krankheitstage als auch die Zahl der Frühverrentungen aufgrund psychischer Erkrankungen stark angestiegen. Trotz vorhandenem Know-how in Sachen Gesundheitsförderung ist nach wie vor die Zahl der Unternehmen begrenzt, die das Potenzial betrieblicher Gesundheitsförderung nicht nur erkennen, sondern auch gewinnbringend für die Beschäftigten einsetzen.

Hier setzt psyGA an: Es bündelt das vorhandene Wissen, bereitet es für mit Hilfe erfahrener Kooperationspartner für die verschiedenen Bereiche der Arbeitswelt auf und macht es bekannt. Unter dem Motto „ Kein Stress mit dem Stress“ sind so in den letzten Jahren 23 anwendungsorientierte Handlungshilfen, Tools und Medien für Führungskräfte, Beschäftigte, Unternehmer und Akteure im betrieblichen Gesundheitsmanagement entstanden.

Die Projektleitung von psyGA liegt beim BKK Dachverband. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gefördert. psyGA wird fachlich begleitet durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Zur Initiative Neue Qualität der Arbeit:

Wie können Arbeitgeber und Beschäftigte Arbeit so gestalten, dass diese gesund und motivierend sowie für Unternehmen rentabel ist?

Im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit entwickeln Bundesregierung, Gewerkschaften und Wirtschaft seit mehr als zehn Jahren praktische Lösungen und Angebote für Beschäftigte und Unternehmen.

Mit den Angeboten unterstützt die Initiative Unternehmen in vier personalpolitischen Handlungsfeldern dabei, sich zukunftssicher aufzustellen: Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit sowie Wissen & Kompetenz. Sie ist Motor und Initiator regionaler Kooperationen, die Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch fördern.

www.inqa.de

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