12. bis 14. Dezember 2017
Plenarsaal Bonn
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Thorsten Gollkowski
Meinhard Lanz

Betroffene zu Beteiligten machen –
Interessenausgleich partizipativ und
dynamisch

Thorsten Gollkowski & Meinhard Lanz
GBR-Vorsitzender & stellv. GBR-Vorsitzender, DB JobService GmbH

Zum Praxisbericht:

Der Arbeitgeber hat einen umfassenden Umbau des Unternehmens angekündigt. Mit dieser Betriebsänderung sollte der Zuschnitt der einzelnen Abteilungen verändert und damit auch die Aufgabenverteilung vollständig neu geregelt werden. Dabei sollten sich auch die Arbeitsinhalte vieler KollegInnen verändern. Zusätzlich sollte auch die Führungsstruktur angepasst werden.
 
Nach einer intensiven Diskussion im Gesamtbetriebsrat haben wir uns entschieden die Betriebsänderung aktiv mit zu gestalten. Jedoch fehlte uns an mehreren Stellen das notwendige Fachwissen. Für die Themen Betriebsorganisation,  Dimensionierung und Beteiligung der KollegInnen haben wir einen starken externen Partner inst Boot geholt, der uns in dem Projekt beraten hat.

Bestandteile des Projektes waren insbesondere:

  • Verhandlung und Abschluss von Interessenausgleich und Sozialplan
  • Erarbeitung von Arbeitsaufträgen und Leitplanken
  • Beteiligung großer Teile der Belegschaft
  • Festschreiben einer Umsetzungsgarantie für die Arbeitsergebnisse

Am Ende des Projektes stand eine Betriebsänderung, bei der die KollegInnen große Teile der Veränderung selbst gestalten konnten. In den Prozessoptimierungsteams hat ca. die Hälfte aller KollegInnen mitgearbeitet. Bei der Startveranstaltung waren 3/4 der KollegInnen anwesend, bei der Abschlussveranstaltung waren es noch mehr. Hiermit konnte die Expertise der KollegInnen im Prozess intensiv genutzt werden.

Zu den Referenten:

Thorsten Gollkowski wurde am 04. Januar 1967 in Bremen geboren. Nach seinem Realschulabschluss begann er seine Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker im Bundesbahnausbesserungswerk in Bremen - Sebaldsbrück. Schon während der Ausbildung wurde Thorsten Gollkowski in die Jugend- und Auszubildendenvertretung gewählt. Nach Abschluss der Ausbildung arbeitete er bis 1991 in seinem Beruf als Energieanlagenelektroniker. 1991 wurde Thorsten Gollkowski zum Vorsitzenden der Bezirksjugend- und Auszubildendenvertretung bei der Bundesbahndirektion Hannover gewählt und wurde von seiner Tätigkeit freigestellt, um sich ganz um die Belange der Jugendlichen und Auszubildenden zu kümmern.
Mit Gründung der DB AG baute der Kollege Gollkowski 1994 die Koordinierungsstelle zur Unterstützung der Betriebsratsarbeit in Niedersachsen und Bremen in Hannover mit auf. 1997 wechselte er in das neu gegründete Dienstleistungszentrum Arbeit (DZA) der DB AG am Standort Hannover. Dort organisierte er die ersten Betriebsratswahlen, bei denen er selbst gewählt wurde. Das DZA ist die Vorgängerorganisation der heutigen DB JobService GmbH. In dieser ist Thorsten Gollkowski im Betriebsrat, Gesamtbetriebsrat und im Aufsichtsrat für seine Kolleg*innen tätig.

Meinhard Lanz wurde am 09. Mai 1961 in Potsdam geboren und ist am Rande Berlins, in Mahlow, aufgewachsen. Nach Abschluss der 10. Klasse begann er eine Lehre zum Elektroschlosser im Reichsbahnausbesserungswerk in Berlin – Schöneweide. Herr Lanz arbeitete nach Abschluss seiner Lehre bis 1992 in seinem Beruf. 1991 wurde er von seinen Kolleg*innen in den damaligen Personalrat gewählt und ging im Sommer 1992 in die Freistellung beim Bezirkspersonalrat Werke der Deutschen Reichsbahn. Mit Gründung der DB AG 1994 wechselte Kollege Lanz in eine der eingerichteten Koordinierungsstellen zur Unterstützung der Betriebsratsarbeit und 1997 in das neu gegründete Dienstleistungszentrum Arbeit (DZA) der DB AG. Dort organisierte er die ersten Betriebsratswahlen, bei denen er auch selbst gewählt wurde. Das DZA ist die Vorgängerorganisation der heutigen DB JobService GmbH. In dieser ist Kollege Lanz im Betriebsrat, Gesamtbetriebsrat und im Aufsichtsrat für seine Kolleg*innen tätig.

Zum Unternehmen:

Die DB JobService GmbH besteht seit 1997 und ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG. Gemeinsam mit den DB-Gesellschaften sichert DB JobService die Umsetzung der Beschäftigungspolitik im DB Konzern.
DB JobService ist für die interne Personalvermittlung der Deutschen Bahn AG zuständig und Dienstleister für Konzernunternehmen, deren Mitarbeiter vom Beschäftigungswegfall bedroht sind bzw. ihren derzeitigen Arbeitsplatz gesundheitsbedingt auf Dauer nicht mehr ausüben können. Mit dem Ziel, möglichst vielen Mitarbeitern neue berufliche Perspektiven zu eröffnen, unterstützt DB JobService die Gesellschaften der DB bei personellen Veränderungen. Dabei umfasst das Angebot auch eine Beratung im Vorfeld von Umstrukturierungen, um möglichst frühzeitig auf absehbare personelle Veränderungen reagieren zu können. Auf diese Weise trägt DB JobService gemeinsam mit den Geschäftsfeldern zu einer sozialverträglichen Personalpolitik bei.

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